VW Bus T3 mit Dieselpartikelfilter und grüner Plakette – ein Märchen, ein unglaubliches, denn es ist wahr.
Und von Einer die auszog die grüne Plakette zu erlangen.
Es begab sich gegen Ende des Jahres 2011, Automobile fahren immer noch mit aus Erdöl raffiniertem Kraftstoff, obwohl schon lange behauptet wird, das wir der Bierneige in der Kneipe gleich, gerade die Reste aufbrauchen und auf Basis dieses Märchens, sich die Kraftstoffhersteller nicht nur goldene Nasen verdienen, sondern es sich gar leisten können, grosse Teile der Weltmeere bei wieder und wieder aufeinander folgenden Megagaus für lange Zeit zu verseuchen. Einmal in den Medien, wird eine Werbekampagne gefahren, es werden grosse Summen benannt. Ein Jahr später kräht kein ölverschmierter Hahn mehr nach den Umweltsünden, neue sind in den Fokus gerückt.

T3 Westfalia grüne Plakette
Als sich Astrid (Name frei erfunden) anschickte, für den immer noch treu im Dienste stehenden VW Bus vom Typ 3, 1.6 ltr Turbodiesel aus dem Jahr 1989, einen vom Gesetzgeber verlangten Freifahrtsschein, einen Stern, nein war es ein grüner Aufkleber in Kreisform, der erlaubte bestimmte Zonen zu verlassen, oder aus anderer Richtung betrachtet, erlaube in bestimmte Zonen einzufahren zu erlangen. Den schon lange „Luzy“, mit abfälligen Blicken honorierenden Nachbarn zum trotz, die Umwelttauglichkeit von höchster Instanz bescheinigt zu belegen.
Finanzstarke Interessengruppen in Europa haben sich auf eine Verfahrensweise der von Amtswegen verordneten Ausgrenzung geeinigt, um den Fahrzeugkonsum, den Absatz von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren in Bewegung zu halten. Die Kartellbehörde ist dieser Vereinigung noch nicht auf die Schliche gekommen, jedoch der an der Weltpresse interessierte und am eigenen Fernsehprogramm vorbeischielende VW Bus Fahrer ist auf ein kleines rebellisches Land aufmerksam geworden. Mitten in Europa gelegen, schickt sich die Schweiz im Jahr 2011 an, einen trocknen wie kurzen Kommentar zum Thema Umweltzonen zum besten zu geben: „Nach eingehender Prüfung komme man zum Schluss, Aufwand und Nutzen zu installierender Umweltzonen stehen in keinem Verhältnis.“ So, die Schweizer. Und verzichten seit dem auf die Umweltzonen, können Sie also rechnen? Wir nicht?
Nicht einmal der Versuch der Industrie nur noch für drei Jahre Neuwagengarantiezeitraum, mehr oder minderakzeptable Betriebssicherheit den neuen Modellen vom Band zu gewähren reichte aus den Absatz befriedigend anzukurbeln. So wurde ein Paket in Kombination von Umweltzonen, Abwrackprämie und Obsoleszens heimlich geschnürt und in die Produktion umgesetzt.
Zurück zu Astrid, Sie gehört zu denjenigen Autofahrerinnen, welche Ihrem fahrbaren Untersatz einen Namen geben. Ihre Rechnung will nicht Recht aufgehen und doch will Sie investieren. Geldwäsche? Hat Sie einen gut gehenden Eisladen?
1. Euro 2000.- kosten Partikelfilter und Oxidationskatalysator, nagelneu in nicht rostendem Edelstahlgewand
2. Euro 300.- gibt der Steuerzahler
3. Euro 200.- soll die anschliessende Steuerersparnis einsparen im Jahr,
4. Euro 300.- wird nach ersten Informationen der Einbaupreis der Anlage in den VW Bus kosten
Zurzeit geben wir dem Fiskus mittels Kfz Steuer und anerkannter Wohnmobilzulassung Euro 450 zur Verteidigung der deutschen Werte am Hindukusch dazu. Dann haben wir rein rechnerisch eine Ersparniss in ca 11 Jahren hereingefahren. So weit die Theorie.
Hier geht es nicht ums sparen! Der Karton mit den edlen Teilen ohne Biosiegel ist inzwischen zu Hause angekommen, die Werkstatt des Vertrauens hat sich weit aus dem Fenster gelehnt und behauptet: „yo – gar kein Problem, das bauen wir Dir ein.“ Voller wahnwitziger Freude, ob des auf den ersten Blick verrückten Geschäfts, nen Termin beim Schrauber des Vertrauens anberaumt. Als der sich den Kram angesehen und die Garantiebedingungen des Anbieters dann live durchgelesen hatte/ erkannte wo sein Betrieb überall einen Stempel drunter setzen sollte, war er etwas verschreckt und wiegelte auf der Stelle ab. So einfach wäre es dann doch nicht! Wenn er den Kram anbaut, übernimmt er auch die Haftung. Falls in den darauffolgenden Prüfungen, wie der Abnahme vom TÜV, einhergehend mit ner Abgasuntersuchung irgendwelche Komplikationen auftreten, dann wäre die Werkstatt des Vertrauens, ja diejenige welche, welche zu letzt Hand angelegt hätte an „Luzy“ und somit generalhaftend, für all das zu erwartende Ungemach, das über Einbauwerkstatt und VW Bus Eigner von „Luzy“ hereinbrechen würde verantwortlich. Ganz zu schweigen vom Tatverdacht bzw erwiesener Beihilfe zur Aufwiegelung gegen den Staat, gegen geltendes Steuerrecht, da gibt es doch so nen neuen oder geplanten Gesetzesentwurf, wo man ganz schnell, auf eine Stufe gestellt mit jenen, die sich in Gleise einbetonieren und so bezichtigt werden kann eine terroristische Vereinigung gegründet zu haben. Das würden die Euro 330.- für den Einbau mit Sicherheit nicht aufwiegen.
Wo wir beim Stichwort wären. Sofern der Einbau ordnungsgemäss, der Prüfingenieur freudestrahlend bei Erteilung des Prüfsiegels, das Amt jedoch würde die technische Änderung nur akzeptieren, sofern „Luzy“ auf dem „Papier“ zunimmt an Gewicht. Ein schwererer VW Bus, mit entsprechenden Abgasreinigenden Systemen versehen, würde laut Auflage des mitgelieferten Gutachtens, dann alle Anforderungen für die Einfahrt in Umweltzonen gerecht werden und Voraussetzung, neben all den anderen Massnahmen zur sauberen Verbrennung sein. Der VW Bus muss also auch noch auf die Waage, um ein weiteres amtliches Papier zu erlangen. Zu viele Hürden für den Schrauber des Vertrauens. Dann heisst der VW Bus auch noch „Luzy“, vielleicht von Lucifer? Ein rein teuflisches Unterfangen, das dem Untergang geweiht und von vornherein, alles auf eine Karte setzend, am Ende eine wahnwitzige Idee bleibend, mit dem VW Bus Eigner plötzlich vom Erdboden verschwindend in die Hölle einfahren würde.
Astrid schwimmt gerne gegen den Strom, hat Kondition seit Jahren schon. So einfach aufgeben, jetzt wo der Edelschrott in Ihrem VW Bus spazieren fährt. Wer hats erfunden? Wie ist Sie drauf gekommen? Ein Artikel auf VAN360 mit Verweis zum Jäger Bernd, der mit den Syncro s flüstert. Ein paar Tage hat es gedauert den rechten Moment abzupassen, wo grosser Andrange, da nicht immer eine freie Leitung. Freundlich wurde ein Termin vereinbart, beim Bernd würde es nicht so kompliziert werden. Sie solle Luzie schon mal wiegen lassen, das würde den Ablauf beschleunigen. Weitere Euro 50 für den Waagenmeister, die nicht kalkuliert waren. Hoffentlich wird Bernd nicht wesentlich teurer sein beim Einbau. Die zwei Stunden Fahrt mit dem VW Bus zu Bernd sind ok, das reinste Vergnügen. Jedoch werden auch Sie den Schnitt in der Kalkulation negativ beeinflussen, es kommen also nochmal ca Euro 50 an Dieselkraftstoffverbauch hinzu, den Tag Urlaub wollen wir jetzt mal vernachlässigen, ist ja Erholung quasi und dient dem Umweltgedanken.
Bei Bernd angekommen, geht’s ratz fatz, Anlage drunter gebaut, der Bernd fröhlich und gut gelaunt liegt im Zeitplan. Als wenn der Prüfer ums Eck gewartet hätt, wird dem Einbau der Segen per technischen Sachverstand verpasst, früher hiess es Hand drauf, heute Stempel drauf. Weitere Euro 50 Prüfgebühren zzgl Euro 350 für den Einbau an Bernd, liegen doch im grünen Bereich, dafür das nun alles ganz einfach geht und kein Gejammer mehr zu hören ist, alle strahlen. Der Himmel, der VW Bus, der Prüfer, Bernd und Astrid.
Da ist Frau glücklich, wägt sich im siebten VW Bus Himmel – eine Hürde gilt es noch zu nehmen. Mit all den Geleitscheinen,
1. dem von der Wiegestation,
2. dem von der Einbaustation,
3. dem von der Prüfstation,
4. dem vom Hersteller
nun auf die Zielgerade, hoffentlich keine unüberwindbare Wand – das Amt/ die Zulassungsstelle, die Vorhut des Finanzamtes. Also doch eine Art Wand, eine Art firewall. Wer hier die falschen Zahlencodes mittels seiner Fahrzeugpapiere erzeugt, dem wird der Spass Automobil ein ganz teurer. Astrid ist gut gewappnet.
Am nächsten morgen Marke gezogen, schon wieder einen Tag frei, vernachlässigt für den grünen Daumen, äähh die grüne Plakette. Eine Stunde und ca Euro 50 incl GRÜNER PLAKETTE später sind wir – Luzy und Astrid am Ziel!

T3 1.6 TD Westfalia Klappdach mit grüner Plakette
Ja, wir dürfen ohne schlechtes Gewissen einen alten betagten und jeden Tag aufs neue ein Lächeln ins Gesicht zaubernden VW Bus fahn. Und ja wir dürfen das auch in Umweltzonen. So viele Ja Worte, man glaubt erneut zu heiraten und möchte direkt aufbrechen mit dem VW Bus in die Flitterwochen nach Italien, in derer Umweltzonen, Frau nicht mal mit einem Oldtimer mit H Kennzeichen einfahren darf. Man stelle sich das mal vor, so ein Geschichtsträchtiges Land, aber bei der grünen Plakette gibt’s kein Pardon, vielleicht besser so? Wenn ich nur an den letzten Aufenthalt in Rom denke, ich kanns mir gar nicht vorstellen – keine Motorroller mehr. Haben die alle grüne Plakette?
Was ist mit den Kreuzfahrtschiffen, mit Jenen Erholungswütigen Reisenden auf Ihnen, die da für Euro 300.- im toten Meer, nein war es das Mittelmeer sich im Kreis herumfahren und auf Kosten der Umwelt verwöhnen lassen? Haben die Kreuzfahrtschiffe, die während des Ankerns im Hafen die Motoren laufen lassen, Partikelfiler? Ist der Grosse rote Mund die Plakette? Or its just the “Kiss of death” from another goldfinger?
Was ist mit der deutschen Bahn und den Regionalbahnen, die doch munter jeden Tag in Umweltzonen einfahren, Sie miteinander verbinden? Haben die Partikelfilter? Soll ich nun sagen: “Egal? – ich geh mit gutem Beispiel voran und leiste mir das Vergnügen grüne Plakette und den Erlebnisurlaub auf dem Weg zur Erlangung dieser für Euro 2250?”
Ja!
Und wer behauptet das wir mit unseren VW Bussen, ob betagt oder sagen wir Jahreswagen, die wir uns nach 15 Jahren immer noch keinen anderen gebrauchten kaufen, deutsche Arbeitsplätze zerstören – der schaut wem er so den ganzen Tag seine sauer verdienten Euro s für was zuschiebt? Die Grossen Unternehmen zahlen keine Steuern. Was haben Sie gerade gekauft? Mal auf den Beilagenzettel schaun! Kommt es aus China?
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Und wer denkt dieser Beitrag sollte abschrecken? Einen Kasten Wasser in Glasflaschen nach Hause schleppen, Solarpanele auf m Dach anbringen, jeglichen Energieverbauch reduzieren, überhaupt weniger konsumieren, ist mit Anstrengungen verbunden. Selbst ökologisch Verantwortungsvoll erzeugte Lebensmittel aus Deiner Region im eigenen Supermarkt ausfindig machen, ist eine Tortour/ anstrengend. Und teuer obendrein.
In diesem Sinne, Haltung bewahren, VW Bus fahren – was Du hast, das hast Du, nennt sich Bestandsschutz. Also investieren in den Aberwitz Partikelfilter, der bei einem VW Bus Dieselmotor, so lange er mit Vorkammertechnik betrieben wird, genau genommen gar nicht nötig wäre. Die Partikelfilter sind eigentlich erst nötig ab der Motorengeneration TDI. Diese Motoren erzeugen nachgewiesen Feinstaub, unsere alten Diesel erzeugen Grobstaub. Sie wollen gar nicht wissen, was so ein Kreuzfahrtschiff mit Schweröl betrieben erzeugt? Was Ihr Euro 35.- Flug nach London erzeugt? Egal, die Politik will es so. Wir wollen einen guten alten VW Bus fahren, dem Staat und somit der Industrie ein Schnippchen schlagen. Ich investiere – Du auch?